Führungskräfte der Feuerwehr ziehen Bilanz

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Auf der Jahresdienstbesprechung der Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr waren nicht nur einige Neuerungen, unter anderem das Feuerwehr-Boot und Sanierungen des Gerätehauses in Bergkamen-Mitte betreffend, Thema. Der Dank an die Mannschaft für ihre Einsatzbereitschaft stand insbesondere im Mittelpunkt.

fuehrungskraefte sitzung„Exorbitant runter“ will die Freiwillige Feuerwehr Bergkamen mit der Bereitstellungszeit, die derzeit für die Inbetriebnahme des in Rünthe stationieren Feuerwehr-Bootes die Regel ist. „Bislang dauert es 14 bis 15 Minuten, bis wir das Boot am Kanal und im Wasser haben“, erklärte Feuerwehrchef Dietmar Luft im Rahmen der Jahresdienstbesprechung der Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Von der Ortsgrenze Hamm bis zur Ortsgrenze Lünen ist die Freiwillige Feuerwehr Bergkamen für Einsätze auf dem Datteln-Hamm-Kanal zuständig – und auch im Jahr 2015 gab es wieder etliche Alarmierungen, nach denen die Wehr aufs Wasser musste. Vor allem, wenn Personen in Gefahr sind, will die Feuerwehr künftig schneller sein.

Feuerwehrboot erhält Liegenplatz

Im Laufe der nächsten drei Monate wird sich deshalb etwas ändern: In der Marina Rünthe wird das Boot bis über das Jahr 2037 hinaus einen festen Liegeplatz erhalten. „Wir haben da ein Filetstück bekommen“, freute sich Luft. Sein Dank richtete sich vor allem an Hafenmeister Thorsten Nustede, der sich schon beim ersten Anruf bereit erklärte, der Feuerwehr zu helfen. Ständig im Wasser wird das Feuerwehrboot in der Marina jedoch nicht liegen, denn installiert wird ein sogenannter Bootslifter. Der schützt das Boot von allen Seiten gegen Mensch und Natur, lässt es bei Bedarf jedoch innerhalb von 20 Sekunden ins Wasser. „Diese Beschaffung ist eine absolute Premiere für uns“, sagte Luft.

Doch die Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr hatten am Samstag im Oberadener Gerätehaus an der Jahnstraße noch mehr zu besprechen. Wie bereits berichtet, soll aus Mitteln des Bundes das Gerätehaus in Bergkamen-Mitte saniert werden, 2017 folgt das Gebäude in Weddinghofen. Nachdem der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Rünthe abgeschlossen ist, soll der für die Löschgruppe Oberaden langsam vorbereitet werden. Über ein neues Feuerwehrfahrzeug wird sich in diesem Jahr die Löschgruppe Mitte freuen können: Für rund 310 000 Euro schafft die Stadt ein LF 20 KatS an, ein Katastrophenschutzfahrzeug.

2016 stehen auch einige Feierlichkeiten an

Auch hinsichtlich der Feierlichkeiten war die Eröffnung des neuen Gerätehauses am Freitag in Rünthe nur der Auftakt: Die Löschgruppe Mitte feiert Ende Mai ihr 95-jähriges Bestehen und die Jahreszahl 112 kann die Löschgruppe Weddinghofen natürlich auch nicht einfach verstreichen lassen. Sie feiert den besonderen Geburtstag wieder mit der Ausrichtung des Dorfabiturs im August. Natürlich feiert die Wehr auch das Stadtjubiläum im Juni mit – und da werden sich die Brandbekämpfer nicht nur selbst präsentieren, sondern auch spannende Einheiten aus dem Umkreis einladen.

Dank für Einsatzbereitschaft

Seinen Dank für die Einsatzbereitschaft im abgelaufenen Jahr richtete nicht nur Luft an seine gesamte Mannschaft und das zuständige Team in der Verwaltung, sondern auch Bürgermeister Roland Schäfer würdigte die Leistungen. Zu Recht, denn der stellvertretende Wehrleiter Ralf Klute zeigte im Jahresbericht auf, dass die Einsatzzahl aufgrund ausbleibender Unwetter mit 382 im Vergleich zum Vorjahr (438) zwar rückläufig sei, „aber immer noch mindestens einer pro Tag gefahren wird“. Und weil zu vielen Einsätzen mehr als nur eine Löschgruppe ausrückt, ist die Belastung der Feuerwehrleute nach wie vor hoch.

Der „absolute Höhepunkt“ in der Jahresstatistik für 2015 war für Klute jedoch wieder einmal die Altersstruktur der Feuerwehrleute: „55 Prozent der gesamten Truppe sind jünger als 40 Jahre.“ Dennoch ist der Ausbildungsstand hoch. 148 der zum Stand 31. Dezember 212 aktiven Wehrleute tragen Dienstgrade zwischen Unterbrandmeister und Stadtbrandinspektor. „Das ist deutlich mehr als nur ein Hobby“, betonte Bürgermeister Roland Schäfer mit Blick auf die zahlreichen Lehrgänge, die die Feuerwehrleute dafür besucht haben. (Quelle: Westfälischer Anzeiger - tat)