Feuerwehr präsentiert sich mit neu gestalteter Seite im Internet

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Dreieinhalb Monate lang bastelten Markus Naust und Matias Kemke am neuen Internet-Auftritt der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt. Am Mittwochfrüh gingen die Seiten unter der Adresse www.feuerwehr-bergkamen.de online.

„Das schwierigste war eigentlich der Anfang, als wir uns für Design und Layout entscheiden mussten“, sagt Markus Naust. Der 27-jährige Brandmeister hatte schon einmal für seinen ehemaligen Arbeitgeber eine Website gestaltet und wusste daher, worauf er sich einließ, als er Webmaster der Feuerwehr wurde. Auch Matias Kemke überlegte sich gut, was hinter der Betreuung einer Internetseite steckt, „aber dann stand schnell fest, dass wir das machen“, sagt der 33-jährige Unterbrandmeister.

Ihr Werk kann sich sehen lassen. Die Seite ist aktuell und zeitgemäß, und trotzdem individuell. „Wir wollten nicht etwas, das jeder hat“, sagt Markus Naust, der für die technische Umsetzung der Ideen zuständig war. „Natürlich ähneln sich Seiten von Feuerwehren immer irgendwie, aber wir haben darauf geachtet, alles etwas spezieller zu machen.“ Gemeinsam mit der Wehrführung entschieden sich die Webmaster dazu, die Inhalte kurz und bündig zu halten, aber dennoch viele Informationen für Bürger und auch Aktive bereit zu halten. So entstand eine übersichtliche Seite mit unterschiedlichen Ebenen, wo jeder schnell findet, was er sucht.

Auf der Startseite erfährt der Besucher drei Dinge auf einmal: die jüngsten Einsätze, die aktuellsten Neuigkeiten über die Feuerwehr in Form von Zeitungsartikeln sowie natürlich etwas über die Feuerwehr selbst. Über diverse Reiter gibt es Informationen zu den einzelnen Löschgruppen, deren Einsatzgebieten, Fahrzeugen und statistischen Daten, zur Jugendfeuerwehr, zum Spielmannszug und zur Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr. Letzteres gab es auch auf der alten Homepage, hier hat sich lediglich die Darstellung der Inhalte verändert.

Neu ist allerdings, dass auf der Homepage jeder Einsatz zeitnah nachgelesen werden kann. „Wir sind berufstätig, daher wird es eine erste Kurzinfo innerhalb von zwölf Stunden geben“, sagt Markus Naust. Wenn es zeitlich passt und die beiden Rünther Wehrleute nicht selbst ausrücken müssen, könnten sie die ersten Informationen auch sofort online stellen. „Wir bekommen über jede Alarmierung einer Löschgruppe sofort Nachricht per Mail“, erklären die Webmaster. Auf die Langfassung müssen sie aber warten, bis die Löschgruppenführer die Einsatzberichte geschrieben haben.

Langeweile werden die Webmaster nicht bekommen. Im vergangenen Jahr gab es für die Bergkamener Feuerwehr statistisch gesehen 1,12 Einsätze pro Tag. „Das sind nicht nur die markanten Einsätze, über die in der Zeitung berichtet wird“, sagt Feuerwehr-Chef Dietmar Luft, „das sind auch die vielen kleinen Alarmierungen.“ Die Ölspur taucht dort genauso auf wie die hilflose Person hinter verschlossener Tür. Deutlich wird aufgelistet, ob durch Sirene oder Melder alarmiert wurde, welcher Art der Einsatz war und welche Löschgruppen und anderen Organisationen involviert waren. „Das ist wichtig für die Aktiven, die nicht selbst bei dem Einsatz dabei waren, aber auch für die Bevölkerung“, sagt Luft, der sich von der Transparenz vor allem eines erhofft: moralische Unterstützung durch die Bevölkerung. „Wir machen weit mehr als vier-, fünfmal rauszufahren. Vielleicht wird das so deutlicher.“

Wer tatkräftig mit anpacken möchte, findet über den Internetauftritt ebenfalls den richtigen Weg: Hier sind nun alle Termine und Dienstpläne hinterlegt und die Kontaktdaten zu den Gerätehäusern und Löschgruppenführungen gibt es auf einen Blick. „Jeder, der mal bei uns vorbeischauen möchte, kann nun sehen, wann er das machen kann“, erklärt Matias Kemke.

Aber auch sonst gibt es nützliche Hinweise und Tipps: Ob das Verhalten bei Blaulicht im Straßenverkehr, das richtige Absetzen eines Notrufes oder Informationen zu Rauchmeldern, die Seite bietet übersichtlich viele Informationen. Daneben gibt es viele Links zu anderen Seiten. Hinzu kommt ein interner Bereich für die Wehrleute: Hier werden Protokolle hinterlegt, Termine für Sitzungen und Arbeitskreise bekannt gegeben und alle über bestimmte Dinge auf einmal informiert. „So sind alle auf dem gleichen Stand der Information. Wir brauchen keine Mail-Flut mehr lostreten“, freut sich Luft. „Die Homepage ist eine sinnige und chice Geschichte geworden.“ (Quelle: Westfälischer Anzeiger - tat)