Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Bergkamen

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Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen haben – gegen den allgemeinen Trend – einen günstigen Altersdurchschnitt, ihr Ausbildungsstand befindet sich auf sehr hohem Niveau und die Jugendfeuerwehr erfreut sich deutlicher Zuwächse.

Das ist die Essenz der positiven Bilanz, die Wehrführer Dietmar Luft vor den Mitgliedern der Führungsmannschaft am Samstagabend bei der Jahresdienstbesprechung auf dem Gelände des Steag-Kraftwerks in Heil zog.

Bürgermeister Roland Schäfer, die Beigeordnete Christine Busch sowie die Leiterin des Ordnungsamtes, Patrizia Höchst, würdigten Leistung und Engagement der Freiwilliegen mit ihrem persönlichen Besuch der Veranstaltung. „Die ehrenamtlichen Wehrkräfte haben sich auch im vergangenen Jahr bei vielen Einsätzen in Bergkamen, aber auch andernorts für die Sicherheit ihrer Mitbürger eingesetzt“, stellte Schäfer anerkennend fest. „Nicht nur in der Bevölkerung, auch bei den Mitgliedern des Bergkamener Stadtrates erfahren sie für ihren Einsatz allerhöchste Wertschätzung.“

Zu 410 Einsätzen (im Vorjahr 367) wurde die Feuerwehr Bergkamen, bestehend aus sechs Löschgruppen, im vergangenen Jahr gerufen. Die Hilfe bei Wasser und Sturmschäden erhöhte sich von 58 Fällen in 2013 auf 78 in 2014. „Dazu gehörten auch Sturm- und Hochwasser-Einsätze, bei denen wir Wehren in Düsseldorf, Essen, Mühlheim, Hamm und Lünen unterstützt haben. Für die Hilfe befreundeter Wehren beim Jahrhundertregen in Bergkamen im vergangenen September möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal bedanken“, sagte Dietmar Luft.

Auffallend sei eine Zunahme der Kleinbrände von 56 auf 91 Vorfälle. Die Zahl der Falschalarme verdoppelte sich fast. Hilfen für Menschen in Notlagen gingen leicht zurück. Gleichgeblieben mit elf ist die Zahl der Wehrkräfte, die sich im Einsatz verletzten. Die Zahl der Fahrzeugschäden (Privat- und Feuerwehrfahrzeuge) stieg von sieben auf 13.

Die Ausrüstung der Fahrzeuge mit Digitalfunk ist mittlerweile abgeschlossen. Der Neubau des Gerätehauses in Rünthe, mit 2,6 Millionen Euro Gesamtkosten, wird spätestens im dritten Quartal des Jahres abgeschlossen sein. Die Gesamtaufwendungen der Stadt Bergkamen für alle Belange der Wehr lagen im vergangenen Jahr bei 1 429 356 Euro. Dafür flossen Zuschüsse aus der Feuerschutzsteuer in Höhe von 74 896 Euro.

Zahl der Aktiven gestiegen

Größere Fahrzeuganschaffungen standen im vergangenen Jahr nicht an. Neu gekauft wurden 17 LED-Handlampen für die Einsatzfahrzeuge, zwei Wärmebildkameras sowie zehn Funkmeldeempfänger. Hier musste aufgerüstet werden, weil es mehr aktive Wehrleute gibt.

Gut 32 Prozent der Aktiven gehören der Altersgruppe 18 bis 30 Jahre an. Einen erstaunlichen Zuwachs um 14 auf 35 Mitglieder erfuhr die Jugendfeuerwehr, aus der sich in 2014 fünf Mitglieder für die aktive Wehr rekrutierten. Der Spielmannszug zählt 29 Spielleute, 84 Ehemalige gehören der Ehrenabteilung an. Feuerwehrchef Dietmar Luft ist stolz auf seine Truppe: „Erfreulich ist die hohe Motivation der Wehrkräfte über 50 Jahre. Ihre Einsatzbereitschaft und die rege Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen sind beeindruckend.“ (Quelle: Westfälischer Anzeiger - Online