1000 Gäste bei der Glühweinparty in Rünthe

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Wenn die Feuerwehr Rünthe alljährlich zur Glühweinparty ruft, kommen die Rünther in Scharen. So auch in diesem Jahr – und trotzdem war am Samstagabend alles anders als sonst: Gefeiert wurde nämlich im Übergangsgerätehaus.

So einmalig wie der Veranstaltungsort, so einmalig war in diesem Jahr auch die Stimmung. Während im Inneren der Industriehalle, welche die Feuerwehr bis zur Fertigstellung des neues Gerätehauses beherbergt, ein DJ mit einem stimmungsvollen Hitmix so manchen auf die Tanzfläche lockte, war vor der Halle ein Holzbudendorf mit Weihnachtsmarkt-Charakter entstanden.

„So etwas wäre bei uns gar nicht möglich“, beneidete Uwe Dunemann, Löschgruppenführer aus Bergkamen-Mitte, die Kameraden aus Rünthe ein wenig, aber die hatten sich auch mächtig ins Zeug gelegt, um die rund 1 000 Gäste ab 19 Uhr zu bewirten. An mehreren großen Ständen gab es Kaltgetränke und auch der obligatorische Glühwein wurde stilecht in mehreren Holzbuden ausgeschenkt. Leckereien vom Grill sorgten dafür, dass auch niemand hungern musste.

Es war ein Kommen und Gehen – und dennoch war gegen 20.30 Uhr kein Fleckchen Erde vor der Halle mehr frei. „Das Wetter spielt großartig mit. Es ist kalt, aber trocken. Vergangenes Jahr haben wir im Regen gefeiert“, freute sich Rünthes Löschgruppenführer Dirk Kemke, dass sich die große Gästeschar in diesem Jahr derart gut verlaufen konnte. „Man stört hier echt niemanden, man muss nicht übertrieben Rücksicht nehmen“, war der Kommentar eines Gastes. So verhallte das Wummern der Bässe rund um den Schacht III ohne zu stören und die Feiermeute in der Halle konnte Hits wie „An Tagen wie diesen“ lautstark mitsingen.

Die meisten Gäste tummelten sich jedoch vor der Halle. Neben vielen Rünthern waren auch befreundete Feuerwehrleute aus der Umgebung nach Rünthe gekommen. Während viele in Zivil mitfeierten, waren die Methleraner in Montur gekommen.

Und auch die Mitglieder der Löschgruppe Mitte trugen die Sicherheitsausrüstung, denn sie hielten den Rünthern in Sachen möglicher Einsätze weitestgehend den Rücken frei. „Wir sind mit acht Leuten und einem Fahrzeug hier und können sofort durchstarten, wenn auf der Autobahn irgendetwas ist“, erklärte Uwe Dunemann. Aber auch die Rünther Wehrleute waren nicht nur bewirtend im Einsatz. „Mit zehn Leuten können wir sofort starten, wenn etwas passiert“, erklärte Dirk Kemke. „Dass wir feiern und in der Nachbarschaft ein Haus abbrennt, das gibt es nicht“, so Kemke. Doch zum Glück blieb es ruhig – und der Einsatz der 50 Helfer beschränkte sich darauf, den Gästen bis in den frühen Morgen hinein eine tolle Party zu garantieren.

(Quelle: Westfälischer Anzeiger - tat)