Jahresdienstbesprechung der Löschgruppe Rünthe

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ruenthe dienstbesprechungDie Feuerwehrleute der Rünther Wehr trafen sich am Samstagabend zur ersten Jahresdienstbesprechung im neuen Gerätehaus. Dort blickten sie auf 91 Einsätze in 2015 zurück. Zudem standen Beförderungen auf der Tagesordnung.

„Wir brauchen dringend Nachwuchs“, sagte Rünthes Löschgruppenführer Dirk Kemke. Im neuen großen Feuerwehrgerätehaus, wo am Samstag zum ersten Mal die Jahresdienstbesprechung abgehalten wurde, gibt es noch viele leere Spinde. „Wer Interesse hat, kann sich beim Ordnungsamt der Stadt melden, mittwochabends hier vorbeikommen oder uns direkt ansprechen“, rief Kemke auch Ältere dazu auf, den Seiteneinstieg zu wagen. „Wir haben mit unseren Quereinsteigern gute Erfahrungen gemacht.“ Vor allem Frührentner sind für die Wehr interessant, da sie tagsüber für Einsätze erreichbar sind.

Im Durchschnitt rücken 18 Kräfte aus

Zwischen 14 und 22 Uhr, so zeigte Kemkes Stellvertreter Bernd Externbrink beim Jahresrückblick auf, hatte es im vergangenen Jahr die meisten Alarmierungen gegeben, 32 Mal rückte die Wehr zwischen 6 und 14 Uhr aus und in den Nachtstunden waren die Retter 21 Mal gefragt. 91 Mal mussten die Wehrleute dabei im eigenen Ortsteil tätig werden, 18 Mal fuhren sie in andere Ortsteile, nach Werne und Lünen. Durchschnittlich rückten dann 18 Kräfte aus, was „relativ hoch“ sei, so Externbrink. „Sonst waren wir im Schnitt 14/15.“ Mit diesem Ergebnis zeigte sich auch Kemke zufrieden. „In anderen Löschgruppen sinkt die Zahl, bei uns geht sie nach oben.“ Den Grund dafür sieht Kemke in der Zusammensetzung der Löschgruppe. „Wir haben viele, die hauptamtlich bei der Feuerwehr sind.“ Die haben 24-Stunden-Dienste und danach mindestens genauso lange frei. „Dann haben wir Wechselschichtler, drei Leute, die von ihrem Arbeitgeber problemlos freigestellt werden, und eben etliche Zechenfrührentner“, zählte Kemke auf.

Ob eine Hand im Briefkasten, ein Kind im Kickertisch, Verkehrsunfälle, Ölspuren oder Türöffnungen: 72 Mal musste die Löschgruppe im vergangenen Jahr technische Hilfe leisten, 37 Mal bekämpfte sie Feuer. Rund 6400 Stunden waren die Wehrleute für Einsätze, Übungsdienste, Lehrgänge und Sonderveranstaltungen im Feuerwehrdress unterwegs. Ungezählt blieben die Stunden für die Herrichtung des neuen Gerätehauses. Auch die Brandschutzerziehung in den Kindergärten nahm die Löschgruppe wieder ernst: 65 Kindern vermittelte die Wehr unter anderem den sicheren und richtigen Umgang mit Zündmitteln, außerdem übten sie mit ihnen das Absetzen eines Notrufes.

Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft

Auch Beförderungen und Verabschiedungen standen auf der Tagesordnung der Besprechung: Wehrführer Dietmar Luft ernannte Pia Terbeck zur Feuerwehrfrauanwärterin, Mateusz Kocziela, Frank Wenzel und Keven Wenzel zum Oberfeuerwehrmann. Christoph Knuth ist nun Unterbrandmeister und Tim Neubaer ist Brandmeister. In die Ehrenabteilung der Feuerwehr, der bereits 17 Kameraden aus Rünthe angehören, tritt Paul Steinbeck über. „Schweren Herzens“ ließ die Löschgruppenführung den Mann gehen, aber nicht, ohne ihm für die geleistete Arbeit zu danken. Über das Feuerwehrehrenkreuz in Silber des Landes Nordrhein-Westfalen freute sich Bernd Externbrink, das er nachträglich für 25-jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhielt. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Klaus Kuhlmann ausgezeichnet.

Zu den Neuigkeiten zählt wie berichtet, dass das Boot der Löschgruppe in absehbarer Zeit in der Marina einen festen Liegeplatz bekommt, und auch die gute Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Werne wird im Rahmen eines Projektes ausgeweitet. In einem „Rendevous-System“ werden vier Kameraden der Löschgruppe Rünthe mit den Wehrleuten aus Werne die innovative Technik „Cobra“ testen. Für etwa drei Monate wird wie berichtet ein entsprechend ausgerüstetes Fahrzeug in der Nachbarstadt stationiert, das über die Stadtgrenzen hinaus zum Einsatz kommen soll. (Quelle: WestfälischerAnzeiger.de)