Jahresrückblick der Löschgruppe Overberge

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overberge dienstbesprechungWäre die Freiwillige Feuerwehr Overberge nur für Einsätze innerhalb ihres Stadtteils zuständig, könnte sie auf ein ruhiges Jahr 2015 zurückblicken. Lediglich 18 Mal mussten die 27 Feuerwehrmänner und die eine Feuerwehrfrau (Stichtag 31. Dezember ) im vergangenen Jahr zu Einsatzorten in Overberge ausrücken. Doch bei Einsätzen in Bergkamen werden meist mehrere Löschgruppen alarmiert – und sind es sogar mehr als zwei, kommt automatisch das in Overberge stationierte Einsatzleitfahrzeug hinzu.

Das war bei 22 Einsätzen in anderen Stadtteilen der Fall, hinzu kamen 32 Alarmierungen, die die gesamte Löschgruppe betrafen. So rückten die Wehrleute insgesamt zu 72 Einsätzen aus, bei denen es 32 Mal um Brandbekämpfung, acht Fehlalarme, 15 Brandvermutungen, 14 technische Hilfeleistungen und drei sonstige Einsätze ging. 556 Stunden waren die Feuerwehrleute im Einsatz, in Erinnerung blieben vor allem der Unfall auf dem Westenhellweg, bei dem ein Autofahrer im März ein Landwirtschaftsfahrzeug übersehen hatte, ein glimpflich ausgegangene Scheunenbrand an der Unteren Erlentiefenstraße zu Pfingsten und ein umgestürzter Tiertransporter auf der Autobahn am 16. November. 

"Wenn man uns ruft, dann kommen wir auch"

Eigentlich, so erklärte der stellvertretende Löschgruppenführer Patrick Gundlach, wäre für diesen Abschnitt die Feuerwehr Werne zuständig gewesen, doch die hatte zeitgleich einen anderen Einsatz bearbeitet. „Uns ist es egal, wo wir hinfahren. Wenn man uns ruft, dann kommen wir auch“, erklärte Pressesprecher Dieter Dettmar. Doch nicht nur für Einsätze opferten die Wehrleute ihre Freizeit.

Bei 44 Diensten zur theoretischen und praktischen Ausbildung inklusive Zugübungen sowie 59 weiteren Terminen leisteten die Aktiven der Löschgruppe Overberge 3243 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Gerne blickt Gundlach dabei auf die Alarmübung mit der Grundschule zurück, bei der es um Brandschutzerziehung ging. „Das war wirklich toll und machte richtig Spaß“, erzählte er. Während die Wehrleute Gelegenheit hatten, Gebäude und Räume kennenzulernen, gab es für die Lehrer ein Feuerlöscher-Training und Hinweise, wie sich sich im Ernstfall zu verhalten haben und welche Informationen die Feuerwehr benötigt. „Hinweise auf vermisste Kinder sind das Wichtigste“, verdeutlichte Gundlach. „Menschenleben zu retten steht für uns immer an erster Stelle, erst danach wird der brennende Papierkorb gelöscht.“

Gute Zusammenarbeit mit Schulen

 Sowohl mit der Grundschule als auch mit den Kindergärten pflege man eine gute Zusammenarbeit hinsichtlich der Brandschutzerziehung. Im Rahmen der Jahresdienstbesprechung bei Grundhöfer wurden auch Ernennungen und Beförderungen ausgesprochen: Ralf Groß wurde vom Oberbrandmeister zum Hauptbrandmeister ernannt, Marko Hey, Jens Grothaus und Philipp Köhling werden die Truppe künftig als neue Mitglieder verstärken. 

Nachwuchsschmiede funktioniert

Während Hey als Quereinsteiger noch unerfahren ist und nun den Titel Feuerwehrmannanwärter trägt, stammen Grothaus und Köhling aus der Nachwuchsschmiede der Jugendfeuerwehr und sind somit Feuerwehrmänner. In die Ehrenabteilung der Feuerwehr wurden Jürgen Darenberg und Heinz-Wilhelm Hilboll verabschiedet. Aufgrund von Wegzügen aktiver Kameraden wird die Löschgruppe im Laufe des Jahres jedoch kleiner werden. „Wir freuen uns daher über jeden, der zu uns kommen möchte“, sagt Gundlach. „Jeder zwischen 12 und 50 Jahren ist willkommen“, ergänzt Christoph Dettmar. Die regulären Dienstabende sind meist freitagabends, aber auch an anderen Tagen. Grund zum Feiern hatten am Samstagabend noch Wolfgang Hupe, Klaus Schmucker und Michael Sulitze: Sie wurden für ihre 40-jährige Dienstzeit in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt. (Quelle: www.wa.de - tat)