Jahresdienstbesprechung der Löschgruppe Bergkamen-Mitte

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mitte dienstbesprechung132 Einsätze fuhren die 55 Mitglieder der Löschgruppe Mitte im vergangenen Jahr, die meisten davon im eigenen Stadtteil.

Zwei Igel blieben der Feuerwehr dabei besonders in Erinnerung: Der eine musste aus einem Lichtschacht gehoben werden, der andere steckte in einem Drahtzaun fest. Erwähnt wurden diese Einsätze vor allem deshalb, weil die Freiwillige Feuerwehr heutzutage auch dann gerufen wird, wenn Bürger eigentlich selbst tätig sein könnten. Ein Schlüssel beim Nachbarn könnte so manchen der 26 Einsätze unter dem Stichwort „hilflose Person hinter verschlossener Tür“ vermeiden. 

Dank für das Engagement

Mehr Achtsamkeit beim Kochen hätte die neun Einsätze, bei denen es statt „Feuer 3“ hinterher „nur Essen auf Herd“ geheißen hatte, vermieden. Und auch der ABC-Einsatz auf dem Westenhellweg wäre unnötig gewesen, wenn das Altöl an einer Sammelstelle abgegeben und nicht in einem als Gefahrgut gekennzeichneten Kanister im Straßengraben entsorgt worden wäre. Deshalb wurden es die Ratsmitglieder in ihren Grußworten auch nicht müde, den Wehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft und ihr Engagement zu danken. „Ihr seid immer in Bereitschaft, ständig auf dem Ritt. So richtig Entspannen könnt Ihr nie, wenn immer etwas kommen könnte. Das im Ehrenamt zu leisten, ist nicht hoch genug zu bewerten. Das ist die hohe Kunst“, brachte es Kay Schulte (SPD) auf den Punkt. 

 

Wohnung in Flammen

Dennoch hatte die Wehr im vergangenen Jahr auch klassische Feuerwehreinsätze zu bewältigen: Bei einem Wohnungsbrand an der Ebertstraße wurde eine Person vermisst, an der Pestalozzistraße hatte es einen Zimmerbrand gegeben und an der Parkstraße drohte der Brand eines Autos auf einen Lebensmitteldiscounter überzugreifen. An der Hochstraße stand eine Wohnung in Flammen, auf der Halde war ein Lastwagen auf eine Planierraube gestürzt und hatte den Fahrer eingeklemmt und an der Bambergstraße hatte sich eine Person in Selbstmordabsicht mit Benzin übergossen. 6842 Stunden waren die Wehrleute daher im vergangenen Jahr für die Feuerwehr unterwegs, denn um in den jeweiligen Situationen stets eingespielt das Richtige tun zu können, muss es auch noch Übungsdienste und Fachwissen geben, das in der Freizeit erworben werden muss. „Das war schon ein enormes Arbeitspensum im vergangenen Jahr“, dankte nicht nur Löschgruppenführer Uwe Dunemann seiner Mannschaft, sondern auch Wehrführer Dietmar Luft.

Die größte Gruppe im Stadtgebiet

Die Löschgruppe Mitte ist aber nicht nur die größte im Stadtgebiet, sie wächst auch noch weiter. Julia Böttcher wurde als Feuerwehrfrauanwärterin aufgenommen, Felix Koepe kommt aus der Jugendfeuerwehr und wurde zum Feuerwehrmann ernannt. Nach Großvater Gerd, der inzwischen der Ehrenabteilung angehört, sowie Vater, Onkel, Bruder und Cousine ist er nun der sechste Koepe, der sich in der Feuerwehr engagiert. Zum Oberfeuerwehrmann wurde René Buhrau befördert, Oberfeuerwehrfrau ist nun Franziska Niehus. Unterbrandmeister sind jetzt Frank Beerwald, Jan Dunemann, Jennifer Ganz und Niklas Fischer. Die Abzeichen der Brandmeister tragen Marc Christoph Knehans und Axel Urban und zum Unterbrandmeister wurde André Pollmüller befördert. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Wilfried Luft, Heinrich Ahlfeld und Jürgen Röder geehrt, René Buhrau und Jan Dunemann können bereits auf zehn Jahre zurückblicken. Im Rahmen der Jahresdienstbesprechung hieß es allerdings auch Abschied nehmen: Hermann Noeske wurde in die Ehrenabteilung verabschiedet, Mark Baginski aus dem Amt des stellvertretenden Löschgruppenführers. Mit der Suche nach einem Nachfolger lässt sich die Löschgruppe Mitte noch Zeit, Uwe Dunemann und sein Vertreter André Pollmüller bilden erst einmal ein Führungsduo. (Quelle: www.wa.de  -tat)